Nachgedacht und hinterfragt
Wenn ich den Berichten meiner Mutter über die Zeit, als ich die ersten klaren Worte artikulieren konnte, Glauben schenken darf, so wollte sie mich damals umtaufen. Sie fand „Ja, aber“ würde als Namen viel besser zu mir passen, denn egal was sie sagte, was ich tun sollte war die Antwort – man vermute es schon – „Ja, aber!“
Mein Vater hingegen sah das nicht so gelassen – er bezeichnete mich als „Erziehungsresitent“ und griff zu seiner Meinung nach geeigneten Maßnahmen. Er war mehr der handwerklich geprägte Typ. Allerdings erreichte er damit das Gegenteil dessen, was er beabsichtigte.
Aus „Ja, aber“ wurde zur Verzweiflung meiner erwachsenen Umgebung „Nö, Wieso?“ Und so ist es geblieben.
Mein Leitspruch lautet: Glauben kann ich in der Kirche, ich will wissen, warum und wieso!
Wobei man sich heute mehr als je zuvor auf das „Warum und wieso“ konzentrieren muß; was allerdings angesichts der Informationsflut, die täglich via Medien auf uns einprügelt immer schwerer fällt.
Und die sogenannte „KI“, die wie jüngst vorgefallen, mißbraucht wird um… trägt auch nicht gerade dazu bei, sich ein der Realität entsprechendes Bild zu machen. Wobei, daß mit Bildern gelogen wird, um bei dem geneigten Publikum den gewünschten Effekt zu erzielen ist wahrscheinlich so alt wie die Welt. Und abgesehen davon: "KI" ist immer nur so gut, ehrlich und nützlich wie der, der sie programmiert es zuläßt... Manipulation allerorten?!
Im übrigen lebt jeder von uns in seiner ureigensten „Bubble“, wie die individuell wahrgenommene Realität, die von unseren im Leben gemachten Erfahrungen geprägt ist, heute genannt wird.
„Ich sehe was, was du nicht siehst!“
Dieses alte Kinderspiel erlangt unter diesem Aspekt eine völlig neue Bedeutung, über die es sich lohnt, nachzudenken.
Sei es, wie es sei – „Nö, WIESO?“ ist heute wichtiger als je. Es gibt genügend Dinge in unserer Gegenwart, die zu hinterfragen irgendwann einmal (über)lebenswichtig sein könnte…
Erstelle deine eigene Website mit Webador